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Letzte Ruhe unter Baumkronen: Was Sie über die Naturbestattung im Friedwald oder Ruheforst wissen sollten
Der Gedanke, die letzte Ruhe in der Stille eines Waldes zu finden, gibt vielen Menschen ein Gefühl von Geborgenheit umgeben von mächtigen Eichen oder Buchen. „Die Naturbestattung im Friedwald oder Ruheforst erfreut sich wachsender Beliebtheit“, weiß Bestatter Vincenzo Leto vom Bestattungshaus Leto von Butz.
Doch wie läuft eine solche Waldbestattung genau ab, welche Formalitäten gehören dazu und was sollten Sie schon zu Lebzeiten oder im Trauerfall bedenken? Als Bestattungshaus begleiten wir Sie Schritt für Schritt auf diesem Weg.
Die wichtigsten Voraussetzungen und Formalitäten bei Naturbestattungen
Eine Naturbestattung unterscheidet sich in einigen rechtlichen und organisatorischen Abläufen von der klassischen Erdbestattung.
- Die Pflicht zur Einäscherung: Eine Waldbestattung ist ausschließlich als Urnenbeisetzung möglich. Voraussetzung ist daher immer die Einäscherung im Krematorium.
- Der Grabnutzungsvertrag: Für den gewählten Platz (ob Einzelplatz, Partnerbaum oder ein eigener Familienbaum) schließen Sie oder die Angehörigen einen Nutzungsvertrag direkt mit dem jeweiligen Waldbetreiber ab.
- Biologisch abbaubare Urnen: Im Wald gelten strenge Umweltauflagen. Es dürfen ausschließlich biologisch abbaubare Urnen – meist aus Holz, Stärke oder organischen Mineralien – beigesetzt werden.
- Überführung und Terminabstimmung: Wir von Leto von Butz übernehmen für Sie die Absprache mit dem Krematorium, stellen die Urnenanforderung aus und stimmen den Beisetzungstermin eng mit der jeweiligen Forstverwaltung ab.
Was Sie bei der Entscheidung für einen Bestattungswald bedenken sollten
Die Entscheidung für eine Waldbestattung bringt viele Vorteile mit sich, verlangt aber auch ein Umdenken in Bezug auf Gewohnheiten:
1. Keine Grabpflege nötig – und nicht erlaubt Ein großer Trost für viele: Die Natur übernimmt die Grabpflege. Weder Gießen noch Unkrautjäten ist nötig. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass kein individueller Grabschmuck wie Blumengestecke, Kerzen oder Figuren abgelegt werden darf. Der naturbelassene Charakter des Waldes soll vollständig erhalten bleiben.
2. Dezente Kennzeichnung statt Grabstein Klassische Grabsteine gibt es nicht. Stattdessen wird auf Wunsch eine kleine, unaufdringliche Namenstafel aus Metall oder Holz am Baum angebracht. Wer es vollkommen anonym wünscht, kann auch darauf verzichten.
3. Witterung und Barrierefreiheit bedenken Waldwege sind nicht asphaltiert. Für Angehörige, die gehbehindert oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, kann der Weg zur Grabstelle beschwerlicher sein.
4. Baumauswahl bereits zu Lebzeiten möglich Sie müssen die Entscheidung nicht Ihren Hinterbliebenen überlassen. Bei einem gemeinsamen Waldspaziergang mit einer Försterin oder einem Förster können Sie Ihren Wunschbaum schon zu Lebzeiten selbst aussuchen und reservieren.
Wie läuft eine Trauerfeier im Wald ab?
Eine Beisetzung im Bestattungswald lässt sehr viel Raum für persönliche Gestaltung:
- Der Andachtsplatz: Die meisten Bestattungswälder verfügen über einen zentralen Andachtsplatz mit Sitzgelegenheiten und einem Rednerpult. Hier kann eine gemeinsame Trauerfeier mit Musik, einem Geistlichen oder einer freien Trauerrednerin stattfinden.
- Der Weg zum Baum: Anschließend geht die Trauergesellschaft zum Baumgrab. Die Urne kann von Angehörigen oder vom Bestatter getragen werden.
- Der Abschied: Am Grab wird die Urne sanft in die Erde gesenkt. Als Abschiedsgruß können einzelne Blütenblätter oder Walderde beigegeben werden.
In Solingen und Umgebung sind naturnahe Bestattungen beispielsweise im Waldfriedhof Ohligs, im FriedWald Hückeswagen oder im Ruhewald Lintorfer Mark möglich.
Wir sind im Trauerfall an Ihrer Seite
„Ob in Form einer Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten oder als Unterstützung im akuten Trauerfall: Wir beraten Sie ausführlich zu allen Möglichkeiten der Naturbestattung, kümmern uns um sämtliche Formalitäten und gestalten mit Ihnen einen würdevollen Abschied im Einklang mit der Natur“, sagt Vincenzo Leto.
Sprechen Sie uns jederzeit an – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen im Rahmen eines Vorsorgegesprächs.
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